Kommunikation

 

Der Begriff Kommunikation kommt vom lateinischen communicare und bedeutet sich jemanden Verständlich zu machen. Dies ist über verbale und nonverbale Kommunikationsformen möglich. Zur verbalen Kommunikation gehören alle Kommunikationsmöglichkeiten die durch Laut- oder Schriftsprache durchgeführt werden. Zur nonverbalen Kommunikation zählen z. B. Gestik, Mimik, Blickkontakt, Körperbewegungen und Laute.

Kommunikation bedeutet also die Möglichkeit sich mit anderen Menschen verständlich austauschen zu können. Bereits im Säuglingsalter lernen wir durch eindeutige Rückmeldungen eigene Äußerungen zu differenzieren und gezielt einzusetzen und die Signale unserer Mitmenschen einzuordnen und zu verstehen.

 

Durch diese Erfahrungen lernen Kinder bereits sehr früh: „Ich kann Menschen und meine Umwelt mit Kommunikation beeinflussen und Kommunikation lohnt sich!“  Ferner stellen Kinder Fragen über Fragen und lernen auf diese Weise Begriffe, Zusammenhänge und Abläufe unserer Welt verstehen und zu begreifen.

 

Fehlende oder eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten führen unter anderem zu Einschränkungen in folgenden Bereichen:

  • Identitätsentwicklung
  • Sozialen Beziehungen/Kontakten
  • Kognitiver Entwicklung
  • Selbstbestimmung

 

Unterstützte Kommunikation

Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen! Unterstützte Kommunikation hat das Ziel, mit den Menschen, deren Kommunikationsbedürfnis größer ist als die lautsprachlichen Fähigkeiten, andere Wege zu finden, um eine effektive und zufriedenstellende Verständigung zu ermöglichen.

 

So sind gerade auch Lernangebote mit Schülern und Schülerinnen mit schweren Mehrfachbehinderungen nur wirksam, wenn zwischen dem Schüler, der Schülerin und den Bezugspersonen/Lehrkräften grundsätzliche Verständigungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Oft bleiben hierbei nur die sogenannten Vorsprachlichen Kommunikationsformen wie berühren, streicheln, fühlen, die Stimme des anderen zu hören/fühlen usw. und helfen einen sinnvollen Dialog aufzubauen. Eindeutige Antwortreaktionen, Lautäußerungen, Blickkontakt, veränderte Mimik bilden dann die weiteren Grundlagen zum Aufbau einer elementaren Beziehung.

 

In der unterstützten Kommunikation finden aber auch einfache Gesten, Gebärden, Bilder, grafische Symbole, Taster oder technische Kommunikationshilfen mit künstlicher Sprachausgabe ihren Einsatz.

 

Unterstützte Kommunikation ist also ein Ansatz zur Förderung kaum und nicht sprechender Menschen. Im Mittelpunkt der UK steht hierbei die Erweiterung kommunikativer Möglichkeiten unter Berücksichtigung vorhandener Ressourcen mit dem Ziel für alle Schüler individuelle Kommunikationswege zu finden.